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Bericht über die Generalversammlung 2010 - GV 2010 beschliesst Senkung des Jahresbeitrags und lehnt eine Auflösung von ZüriMed ab

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Knapp 50 Mitglieder nahmen am 14. Juli 2010 an der ordentlichen Generalversammlung von ZüriMed im FMT teil. Der Präsident musste zu Beginn den Hinschied des Kollegen Werner Woodtli bekannt geben. Werner Woodtli war während mehr als zehn Jahren Mitglied des Vorstandes, vier Jahre davon als Präsident. 1993 bis 2004 präsidierte er zudem die Notfalldienstkommission, welche die Geschicke des Ärztefon bestimmte und als Bindeglied zwischen der Ärzteschaft und den Gemeinden diente. In einer Schweigeminute wurde dieses wertvollen Kollegen und guten Freundes gedacht, der zu früh von uns gehen musste.  

Anschliessend genehmigte die Versammlung die Rechnungen 2009 und Budgets 2011 des Ärzteverbandes ZüriMed und des Notfalldienstfonds. Allerdings verlangte die Versammlung angesichts der guten finanziellen Lage des Verbandes und als Mahnung an den Vorstand, mit den Mitteln haushälterisch umzugehen, eine Reduktion des Jahresbetrags von CHF 170.- auf CHF 100.-. Dieser Antrag wurde mit 23 Ja zu 19 Nein gutgeheissen, wobei der Versammlung klar war, dass sich dadurch das Defizit für 2011 um ca. CHF 100 000.- auf CHF 160 000.- erhöhen wird. Eine ebenfalls beantragte Herabsetzung der Ersatzabgabe von CHF 1000.-. auf CHF 500.- wurde aber angesichts der unsicheren Lage mit dem neuen Notfalldienstreglement mit 24 Nein zu 18 Ja abgelehnt.

Die beiden Kollegen Michael F. Bagattini, dipl. Arzt, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, 8052 Zürich und Olivier Santoux, dipl. Arzt, Praktischer Arzt FMH, 8954 Geroldswil wurden ohne Gegenstimme als neue Delegierte in die Delegiertenversammlung der AGZ gewählt.

Zu einer lebhaften Diskussion führte der Antrag auf Auflösung des Verbandes. Die beiden Antragsteller, Dr. med. Bruno Maggi und Dr. med. Daniel Oertle, argumentierten, der Notfalldienst in Zürich funktioniere selbständig, mit den Spitälern, den Walk-In-Praxen, der Permanence und den SOS-Ärzten. ZüriMed brauche es nicht mehr. Die Aufgabe, den Notfalldienst zu organisieren, könne ebenso gut von der AGZ selber durchgeführt werden, und die Kosten des Verbandes, CHF 230 000.- pro Jahr, könnten zu einem grossen Teil eingespart werden. Es setzte sich aber die Meinung durch, dass dies ein Verlust der Autonomie und des Mitspracherechts bedeuten würde und dass die finanzielle Beteiligung an der Organisation des Notfalldienstes nicht kleiner werden würde. Mit 27 Nein zu 16 Ja wurde der Antrag schliesslich abgelehnt. Für einen Annahme wäre ein qualifiziertes Mehr von ¾ notwendig gewesen.